Die Bildgestaltung, also die Anordnung und Verbindung von Elementen, ist die entscheidende Tätigkeit beim Fotografieren.

Wesentlicher Grundsatz ist es dabei immer vom Betrachter Aufmerksamkeit zu erlangen. Der Bildteil, auf den die Aufmerksamkeit eines Betrachters gelenkt ist, wird weitaus schärfer und brillanter wahrgenommen als der Rest des Blickfeldes. Dies liegt sowohl an der Verarbeitung in unserem Gehirn als auch am Aufbau unseres  Auges. Die Aufmerksamkeit muss zugeteilt werden, weil wir unsere Aufmerksamkeit zunächst auf die interessanten Bildelemente konzentrieren.

Zum Teil wird die Bildgestaltung auch durch besondere Anwendungen der Technik bestimmt, besondere Objektive und andere Hilfsmittel gestalten Bilder maßgeblich. Im Bereich der Kameratechnik sind Kenntnisse über die Funktionsweise des Fotoapparates und der Belichtungsmessung von besonderer Bedeutung für die Bildgestaltung. Es können verschiedene Gestaltungselemente angewandt werden, die maßgeblichen Einfluss auf die Wirkung des Gesamtbildes haben.

Stilmittel dazu sind insbesondere

    - die Farbe  (die Farbe an sich, die Kontraste bei den Farben, Harmonie der Farben untereinander)
    -
    die Form
    - die Linien
    - der Raum

Die Gestaltung des Bildes wirkt sich somit auf die Stimmung und Bildwirkung meiner Bilder aus. Ich versuche ein Bild bereits bei der Aufnahme zu gestalten und ganz bewusst auch einmal mit den Regeln zu brechen.

Aber Achtung: Die Regeln brechen, das hört sich leicht an. Denn wer die Regeln brechen will, muss diese zunächst beherrschen.

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